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ERETRIA XX

Samuel Verdan, Anne Kenzelmann Pfyffer, Claude Léderrey, Geometrische Keramik aus Eretria (auf Französisch)

Euböische geometrische Keramik ist in vielerlei Hinsicht interessant. Ihr Stil entspricht einer reichhaltigen Mischung aus lokalen und importierten Elementen. Während sie einige lokale Charakteristiken mit Ursprung in der protogeometrischen Epoche beibehält, weist sie starke attische und korinthische Einflüsse auf. Ihre weite Verbreitung im Mittelmeerraum – von der Levante bis Spanien, von Rom bis Karthago, mit Zwischenstopps auf Zypern, Kreta, Sizilien und Sardinien – macht sie zu einem wertvollen chronologischen Vergleichswert. Auf Euböa selbst wurde der Grossteil ebendieser Keramik bisher in Eretria gefunden.

Das vorliegende Buch basiert auf der Untersuchung der Keramik aus 9 Gruben und einem Brunnen, die von den Schweizer Archäologen im Heiligtum des Apollo Daphnephoros und im Westquartier ausgegraben wurden. Dieses Fundmaterial aus gut definierten Kontexten bietet neue Einblicke in die Entwicklung der Formen und des Dekors zwischen der mittelgeometrischen II und der spätgeometrischen Epoche.

Obwohl der untersuchte Korpus aus Eretria stammt, bezieht sich die Studie auf die gesamte euböische Keramik und ihren allgemeinen Kontext: Die Kontaktpunkte mit den Referenzchronologien aus Attika und Korinth werden sorgfältig erörtert. Das Buch bietet somit einen weiten Überblick über die geometrische euböische Keramik.

 

2008, 1 Band auf Französisch mit Zusammenfassungen auf Deutsch, Englisch und Griechisch, 256 Seiten, Paperback, 22 x 30 cm, zahrleiche Abbildungen, s/w. Infolio Verlag, Gollion.
ISBN 2-88474-409-6

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