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ERETRIA XVIII

Hans Peter Isler, Das Theater
mit einem Beitrag von Elisa Ferroni

Das Theater von Eretria hat in der Forschung zur antiken Theaterarchitektur seit Wilhelm Dörpfeld eine wichtige Rolle gespielt, denn es gehört zu den ältesten Bauten seiner Art. Besonders kontrovers diskutiert wurde die Zeitstellung des ursprünglichen Baus, für den allerdings keine festen Datierungshinweise vorhanden waren.
In den Jahren 1891-1895 hat die Amerikanische Schule für Klassische Studien in Athen Ausgrabungen im Theater von Eretria durchgeführt. Damals wurden der Bühnenhausbereich wie auch die Orchestra mit den untersten Sitzreihen freigelegt. Ernst Fiechter hat in den Jahren 1929 und 1933 eine sorgfältige Bauaufnahme durchgeführt. Der Koilonbereich im Ganzen ist jedoch nie untersucht und dokumentiert worden.
Das Koilon ist im Juli 1998 erstmals in der Neuzeit vollständig gereinigt worden. Danach konnte eine steingerechte Bauaufnahme durchgeführt werden, in welche der Plan Fiechters integriert wurde. Damit liegt nun ein wissenschaftlich zuverlässiger Gesamtplan des Theaters vor. Im weiteren wurde von uns in den Jahren 1997 und 1998 eine Reihe von Sondagen angelegt. Dabei wurde es möglich, die Struktur des Koilonwalls zu analysieren und zu zeigen, dass dieser künstlich aufgeschüttet worden ist. Ferner wurden Beobachtungen zu Fragen der Baugeschichte Bühnenhauses und des Orchestrabereichs, insbesondere auch zur Entwässerung des Euripos auf der Westseite angestellt. Insbesondere war es möglich, für die drei Bauphasen des Theaters datierendes stratigraphisches Material zu gewinnen die und in der Forschung seit einem Jahrhundert diskutierten Fragen der absoluten Chronologie zu klären.

2007, 1 Band auf Deutsch mit Zusammenfassungen auf Englisch, Französisch und Griechisch, 176 Seiten, Paperback, 22 x 30 cm, zahlreiche Abbildungen, s/w. Infolio Verlag, Gollion.
ISBN 978-2-8847-4408-9

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Inhalt und Zusammenfassung

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