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ERETRIA XVII

Béatrice Blandin, Früheisenzeitliche Grabpraktiken in Eretria. Raum der Lebenden, Wohnsitz der Toten (auf Französisch)

Die geometrische Epoche (900-700 v. Chr) ist ein entscheidendes Zeitalter in der griechischen Geschichte, im Laufe dessen eine neue Form der politischen Organisation Gestalt annahm, jene der poleis. Sehr wenige Fundorte in Griechenland können zu einem besseren Verständnis dieses Prozesses beitragen. Eretria gehört zu denjenigen, wo Grabungen eine grosse Vielfalt von Kontexten geliefert haben, wie Wohnhäuser, Werkstätten, Kultorte und Gräberfelder, und es somit ermöglichen, die Entstehung der Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln zu erforschen. Die Untersuchung der Bestattungsriten hat sich als besonders ergiebig erwiesen.

Diese zweifache Studie basiert auf einer erschöpfenden Dokumentation, die hier zum ersten Mal gesammelt wird. Sie behandelt den Raum der Lebenden ebenso wie die Wohnsitze der Toten. Die Bestattungsrituale, die Architektur der Gräber, die Opfergaben sowie auch die Wahl des Bestattungsortes sind die Schlüssel zum Verständnis der Organisation und Entwicklung der Gesellschaft der Lebenden. Das Grabmaterial ist meist besser erhalten als jenes aus Wohnkontexten und informiert uns über lokale Produktionen sowie Beziehungen der Gemeinschaft mit ihren naheliegenden und entfernten Nachbarn. Anthropologische Analysen liefern einzigartige Informationen über die Bevölkerungsstruktur (Alter, Geschlecht und Gesundheit).

2007, 2 Bände auf Französisch mit  Zusammenfassungen in Englisch, Deutsch und Griechisch, Paperback, 22 x 30 cm, zahlreiche Abbildungen, s/w. Infolio Verlag, Gollion.
ISBN 978-2-88474-406-5

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Inhalt und Zusammenfassung

Sommaire XVII Abstract XVII

 

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